Dein neuer Rechner ist ein unbeschriebenes Blatt und obwohl er schon funktioniert, wirst du ihn in den ersten Tagen mit Leben füttern. Wenn du vorher mit Windows-Systemen unterwegs warst, ist die Umstellung eine kleine (aber machbare) Herausforderung. Bist du schon Mac-erprobt, ist die Einrichtung deutlich einfacher. Viele deiner alten Speicherstände, Programme und Einstellungen kannst du sogar ganz bequem aufs neue System übertragen. Wir verraten dir, worauf es ankommt.
Beginne mit dem Migrationsassistenten
Wenn du von einem älteren Mac oder einem Windows-PC wechselst, sparst du dir mit dem Migrationsassistenten enorm viel Zeit. Das Tool findest du bereits bei der ersten Einrichtung. Es fragt dich, ob du Daten von einem anderen Computer übertragen möchtest.
Der Migrationsassistent kopiert Dateien, Benutzerkonten, Netzwerkeinstellungen und sogar Programme wie den CleanMyMac Mac-Cleaner, damit dein neues System von Anfang an ordentlich bleibt. Damit alles klappt, musst du beide Geräte mit dem gleichen Netzwerk oder mit einem Kabel verbinden. Je nach Datenmenge dauert der Vorgang eine Weile, aber danach fühlt sich dein neuer Mac schon fast heimisch an.
Passe die Systemeinstellungen an deinen Arbeitsstil an
Nach dem ersten Start wirkt ein frisches macOS sehr aufgeräumt. Doch das bedeutet nicht, dass du alles so lassen musst. Geh gezielt durch die Systemeinstellungen und prüfe, was zu deinem Alltag passt.
Willst du den Dunkelmodus dauerhaft aktivieren oder nur abends? Sollen alle Mitteilungen erscheinen oder nur bestimmte? Möchtest du eine aktive Ecke für den schnellen Bildschirmschoner oder lieber eine Geste für Screenshots?
Auch in Sachen Datenschutz lohnt sich ein Blick. Du kannst einzelnen Apps gezielt den Zugriff auf Kamera, Mikrofon oder Standort verweigern. Je mehr du hier steuerst, desto sicherer und schlanker läuft dein System.
Installiere Software, die du wirklich brauchst
Dein Mac kommt mit vielen praktischen Programmen. Mail, Safari, Kalender, Notizen und Vorschau decken bereits viel ab. Trotzdem brauchst du wahrscheinlich zusätzliche Tools.
Installiere nur, was du wirklich nutzt. Wer täglich mit Dokumenten arbeitet, holt sich zum Beispiel LibreOffice oder Microsoft Office. Für Bildbearbeitung kannst du Affinity Photo oder Pixelmator ausprobieren. Wenn du gerne Musik bearbeitest, ist GarageBand bereits vorinstalliert.
Achte darauf, Software direkt von den Anbietern oder aus dem App Store zu laden. So vermeidest du versteckte Schadsoftware oder inkompatible Versionen.
Und vergiss die kleinen Tools nicht: Ein Passwortmanager, ein Screenshot-Helfer oder ein Menüleisten-Tool können deinen Alltag deutlich verbessern.
Optimiere den Speicherplatz und Systemstart
Ein frischer Mac läuft schnell. Damit das auch so bleibt, solltest du ihn von Anfang an ordentlich halten.
In den Systemeinstellungen unter Speicher findest du Empfehlungen zur Optimierung. Du kannst alte iCloud-Dateien auslagern, den Papierkorb automatisch leeren lassen und selten genutzte Programme erkennen.
Auch beim Systemstart lohnt sich ein Blick. Öffne die Liste der Anmeldeobjekte und entferne alles, was nicht nötig ist. Viele Programme setzen sich dort automatisch rein, obwohl du sie gar nicht sofort brauchst. Ein aufgeräumter Start beschleunigt das Hochfahren und spart Ressourcen.
Nutze iCloud, aber gezielt
iCloud ist praktisch, kann aber schnell unübersichtlich werden. Wenn du hier zu viele Dateien hinterlegst, womöglich noch von anderen Geräten und früheren Macs, hast du schnell mehr Chaos als Übersicht. Daher solltest du auch iCloud für den neuen Mac mit Köpfchen einrichten.
Aktiviere zunächst nur die Funktionen, die du wirklich brauchst. Fotos, Kontakte, Kalender und Notizen lassen sich wunderbar synchronisieren. Dokumente aus dem Schreibtisch oder dem Ordner „Dokumente“ landen ebenfalls in der Cloud, wenn du das willst.
Wichtig ist, dass du den Überblick behältst. Ein volles iCloud-Konto bremst nicht nur die Synchronisation, sondern nervt auch mit ständigen Speicherwarnungen. Nutze den Speicher bewusst und überlege dir, welche Daten lokal bleiben sollen. Und was du nicht mehr brauchst, hebst du nicht aus nostalgischen Gründen auf, sondern schmeißt es von der Platte.

