nachhaltiges webdesign

Warum du deine Website auf ein nachhaltiges Webdesign umstellen solltest

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und der Trend zu Klimaneutralität und Nachhaltigkeit ist riesig und kommt dauernd mehr ins Bewusstsein der Verbraucher. Warum auch du deine Website auf ein nachhaltiges Webdesign umstellen solltest, das erfährst du hier.

Nachhaltigkeit in der Digitalisierung trifft 2022 auf eine dauernd stärker auftretende Nachfrage. Allein, dass ganze Staaten wie etwa am Beispiel von Island ersichtlich, auf einen grünen Fußabdruck setzen, zeigt, dass ein großes Umdenken im Alltag gefragt ist. Die digitaler Welt davon klarerweise nicht ausgenommen. Und wie es so oft der Fall ist, hinkt Deutschland wieder einmal hinterher. Trotzdem ist auch in Deutschland insbesondere durch das harte Durchschreiten von Google hinsichtlich Website Performance und „mobile first“ Politik auch gerade mitten im Wandel hin zu einem grünen Fußabdruck im Internet.

Hier zeigen wir dir, warum auch du jetzt auf ein nachhaltiges Webdesign setzen solltest, und warum es so schnell wie möglich passieren sollte.

6 verdammt gute Gründe für ein nachhaltiges Webdesign

1)     Du erhöhst die Performance deiner Website enorm

Spätestens seit Google 2020 die Core Web Vitals als Ranking-Faktor eingeführt hat, ist es offensichtlich, dass jeder eine schnelle Website braucht. Die Ladezeiten sollen so gering wie möglich sein und Comulative Layout Shift (CLS) komplett inexistent auf deiner Website. Zudem ist in Europa das Verwenden eines CDN (Content Delivery Networks) aus Datenschutzgründen eingeschränkt, außer der Anbieter sitzt selbst in der EU und befolgt die DSVGO. Und allein das treibt die Kosten für einen CDN Anbieter in die Höhe, somit ist die Attraktivität einen solchen aus Speed-Gründen dazwischen zu schalten sehr gering gehalten.

Die Lösung ist also: die Website von unnötigem JavaScript und CSS zu befreien, Bilder in modernen Formaten hochzuladen, auf Videos zu verzichten und damit den Page Weight so gering wie möglich zu halten. Das freut Google, den Nutzer und die Umwelt!

2)     Du hältst das Backend deines Systems sauber und behältst leicht die Übersicht

Unnötige Plugins müssen weg, das ist klar, wenn du deine Website auf Nachhaltigkeit umstellst. Denn unnötiger Ballast ist Gift für das Klima. Das bedeutet vielleicht auch, dass du das Theme wechseln musst oder (wenn du WordPress installiert hast) den bequemen Page Builder entfernen musst. Seit WordPress 5.0 gibt es den wordpress-eigenen Page Builder namens Gutenberg Editor, mit ein paar kleinen Erweiterungen ist der performanter als jeder Page Builder (etwa Elementor) es je sein kann – und du kannst 98% der User Cases damit locker abdecken.

Das erleichtert dir zwar nicht sofort das Arbeiten, aber mittelfristig klar das Management deiner Website – und es spart Zeit und Nerven und Strom. Doppelt und dreifach gespart also!

3)     Du modernisierst dein Webdesign

Jeder kennt es: nach ein paar Jahren ist die Website optisch unweigerlich in die Jahre gekommen. Manche Dinge wie etwa die Hauptnavigation ist nicht mehr State of the Art und der Footer vielleicht auch nicht mehr. Indem du auf ein nachhaltiges Webdesign umstellst, modernisierst du gleichzeitig deine Website im Frontend für den Nutzer. So bleibst du am Zahn der Zeit und das freut nicht nur den Nutzer, sondern auch indirekt wieder Google. Denn einer der wichtigsten Ranking-Faktoren für den Suchmaschinen-Weltmarktführer ist das Nutzerverhalten. Und dazu kommen wir jetzt…

4)     Du lernst deinen Kunden besser kennen

Schon einmal etwas von Customer Journey und Content Design gehört? Nicht?! Na, dann gibt es klar Nachholbedarf. In der heutigen, immer schneller voranschreitenden Welt, ist jener am erfolgreichsten, der sich am schnellsten anpassen kann. Der mit der höchsten Geschwindigkeit gewinnt also. Im Hinblick auf UX (User Experience) kann deine Website schon gut optimiert sein – doch das ist ein alter Hut im Vergleich zur Customer Journey. Was dauernd mehr Hobby-Website-Bastler merken, nachdem sie ihre Website schick aufgestylt haben ist, dass sie immer noch keinen Traffic hat und keine Kunden generiert. Das kann daran liegen, dass eine WordPress Seite erstellen noch lange nicht Suchmaschinenoptimierung bedeutet… und: schickes Design konvertiert noch lange keinen Website-Besucher. Indem du auf ein nachhaltiges Webdesign umstellst, kommst du nach den Regeln der klimafreundlichen Website-Gestaltung nicht um Effizienz herum. Du musst dich unweigerlich mit deinem Angebot und der Kundesicht dessen auseinandersetzen. Das kommt letzten Endes dir zugute, denn Effizienz bedeuten Ressourcen sparen und gleichzeitig mehr Kunden gewinnen!

5)     Du betreibst gleichzeitig Marketing und bist attraktiver für potenzielle Kunden

Allein da Nachhaltigkeit in aller Munde ist, kannst du mit einer nachhaltig designten Website auch bei deinen Usern werben und dich sympathisch machen. Es gibt genügend kostenlose Badges und Initiativen denen du beitreten kannst und deren Abzeichen zu stolz im Footer deiner Website präsentieren kannst. Das gefällt definitiv deinen Website-Besuchern und macht dich für potenzielle Kunden attraktiver. Vielen Kunden ist Nachhaltigkeit extrem wichtig. Studien zeigen, dass Kunden bevorzugt bei nachhaltigen Onlineshops kaufen. Eine Liste an nachhaltigen Webdesign Tools und kostenlosen Bades findest du auf der Website von Webdesignerin Tara Hanke. Und wenn du noch einige mehr brauchst, frag einfach einmal bei deinem Hoster an, ob er mit grünem Strom hostet – du wirst überrascht sein! Auch er könnte dir eine Badge für deinen Footer kostenlos zur Verfügung stellen, wie es mittlerweile viele Webhoster machen.

6)     Da du nur das auf deine Website lässt, was es auch wirklich braucht, entfernst du unnötige Datenbankabfragen und Abfragen externer Quellen. Du reduzierst alles auf ein Minimum. So reduzierst du natürlich auch gleichzeitig das Risiko für Abmahnungen und Verstöße im wirren DSVGO-Dschungel. Etwa sind extern geladene Fonts (etwa Google Fonts) im nachhaltigen Webdesign klar so ein Fall. Braucht es die überhaupt? Kann ich nicht auf Standardfonts ausweichen und trotzdem eine tolle User Experience und gestyle Website haben?

Auch wenn du etwa auf Tracking Cookies von amerikanischen Unternehmen verzichtest und stattdessen auf Open-Source-Lösungen setzt oder auf gar keine Tracking-Lösungen, dann ist natürlich das Risiko minimiert irgendetwas falsch zu machen. Es gibt genügend alternative Lösungen, auf die ausgewichen werden kann. Und wenn deine Seite nur geringen Traffic zeigt und du gerade am Anfang stehst, ist es sowieso gut, wenn du nur das Allernötigste einbindest, um das reibungslose Funktionieren der Website zu gewährleisten.

Wie du siehst, sprechen viele Gründe für eine nachhaltig designte Website. Und egal ob du für den Trend bist oder es alles für heiße Luft hältst – dem Verbraucher ist es wichtig, also sollte es auch dir wichtig sein. Aus welchen Gründen auch immer. Denn spätestens dann, wenn alle deine Mitbewerber auf eine grüne Website umgestellt haben, schaust du durch die Finger. So funktioniert der Markt – und dieser hat immer Recht. Und wenn du dich voller Inbrunst dagegenstemmst, so macht es das nur schlimmer. Du kannst den Markt nicht erziehen – wenn, dann erzieht er dich – und das kann dir teuer zu stehen kommen.

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